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Solothurner Zeitung vom 7. Januar 2006
Kunst
Der Kunstsupermarkt sucht neues Daheim
Am Samstag ist der 6. Kunst-Supermarkt im Palais Besenval zu Ende gegangen. Der Organisator ist sehr zufrieden.
Peter Lukas Meier, Inhaber des Rothus-Verlag und Macher des Kunst-Supermarkts, kam in Hochrechnungen auf eine Zahl von 30’000 bis 40’000 Personen die den 6. Schweizer Kunst-Supermarkt besucht haben. Am Samstag hatte der Markt letztmals geöffnet. «Wir sind sehr zufrieden», hielt Meier fest. Rund 2500 Bilder von über 70 Künstlerinnen und Künstlern wurden verkauft. Der Umsatz liege klar über einer halben Million Franken; das Geld geht je hälftig an die Kunstschaffenden und die Organisatoren. Der Supermarkt rentiere, sagt Meier betont aber umgehend, der Aufwand sei auch «gigantisch»; unter anderem, damit der Markt via Medien die nötige nationale Aufmerksamkeit bekomme. «Der Kunst-Supermarkt ist bei weitem keine Solothurner Angelegenheit.»
Weiterhin in Solothurn
Trotz des hohen Umsatzes: Er könnte es sich nicht leisten, 30’000 Franken für das Licht hinzublättern. Für diesen Betrag offerierte ihm eine Firma die Installation einer geeigneten Beleuchtung in der Reithalle, falls der nächste Kunst-Supermarkt wirklich dort stattfinden wird. Sicher ist das noch nicht, sagt Meier. Sicher sei aber, dass er in Solothurn bleiben wolle. Sicher ist auch, dass das Besenval nicht mehr in der heutigen Form zur Verfügung stehen wird (siehe unten). Die Reithalle sei zwar gut gelegen und gross, betont Peter Lukas Meier die Grösse bringe aber auch Probleme mit sich, unter anderem wegen der Beleuchtung. Falls der Supermarkt in der Tat in der Halle stattfände, würde wohl ein Gerüst installiert, an dem die Lampen angebracht werden könnten, eine Halle in der Halle.
Mehr Schweizer Kunst
Der soeben abgeschlossene Kunst-Supermarkt weise zwei Unterschiede zu den Vorgängern auf, wie Meier weiter erklärte: Es seien erstmals mehr Schweizer als ausländische Kunst verkauft worden; und die Besucherzahlen seien nach der Spitze zur Eröffnung nicht eingebrochen, sondern stets gut gewesen. An einzelnen Wochenenden kamen laut Meier an die 4000 Besucher pro Tag ins Palais.
Fabian Gressly
BESENVAL Der Umbau beginnt
Heute nur zwei Tage nach dem Abschluss müssen die Organisatoren des Kunst-Supermarkts gründlich aufgeräumt haben: Das Palais Besenval wird ab sofort geleert, damit sein Umbau im Rahmen der Seminarmeile möglichst rasch beginnen kann. Das Besenval soll ab Oktober zusammen mit dem Landhaus als Seminarzentrum genutzt werden. Unter anderem wird im Parterre und im Garten des Palais ein Restaurant eingerichtet.
Fabian Gressly
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