11. Schweizer Kunst-Supermarkt in Solothurn,
vom 18. November 2010 bis 7. Januar 2011

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 14–20 Uhr / Samstag, Sonntag, Feiertage: 11–17 Uhr
25. Dezember und 1. Januar geschlossen

Eröffnung und Vernissage: 18. November, 18 Uhr

Solothurner Zeitung vom 7. Januar 2004

Wieder Grossandrang im Besenval

«Kunstsupermarkt Jahr um Jahr werden die bisherigen Zahlen in den Schatten gestellt

Am Samstag schloss der vierte Kunstsupermarkt – wieder mit Rekordzahlen: Diesmal konnte er 40'000 Personen ins Palais Besenval locken. 3000 Bilder wurden verkauft.

«Der Kunstsupermarkt hat nichts mit dem Weihnachtsgeschäft zu Tun», ist Peter-Lukas Meier überzeugt. Denn Bilder seien keine Objekte für Geschenke, da sie zu speziell sind. Dem Erfolg seines Verkaufskonzepts scheint dies aber keinen Abruch zu tun. In der vierten Austragung haben Meier, sein Team und letztlich auch die Kunden wiederum neue Höchstwerte erreicht: 3000 Bilder mit einem Gesamtbetrag von rund 800'000 Franken konnten verkauft werden. In den Jahren zuvor waren es noch 1800 Bilder für 500'000 Franken bzw. 1500 für insgesamt etwa 370'000 Franken.
Wiederum beträchtlich angewachsen ist auch die Besucherzahl. Kunstsupermarkt-Initiant und «Rothus»-Verleger Meier schätzt, dass 40'000 Personen kamen, um die Werke der 75 Künstlerinnen und Künstler zu sehen. 10'000 mehr als letztes Jahr. «Das ist aber immer schwer zu sagen», räumt Meier ein. Denn eine richtige Kontrolle oder Übersicht habe man nicht.

«Kunstsupermarkt ist etabliert»
Trotzdem: Auch in dieser Austragung sei der Andrang in den ersten beiden Wochen besonders gross gewesen. Eine Stunde hätten die Kunden zeitweise an der Kasse anstehen müssen, erinnert sich Meier. Er selber habe die Schlange «abgeschnitten» und die Wartenden mit Weisswein versorgt, um sie bei Laune zu halten.
Auch nach vier Jahren ist Peter Meier «überzeugt, dass sich der Kunstsupermarkt etabliert hat.» Diese Verkaufsform von Kunst sei keine Trenderscheinung, die bald wieder dem Untergang geweiht sein könnte. Trotzdem nimmt er an, dass «die Grenzen langsam erreicht ist» und der Kunstsupermarkt kaum mehr weiterwachsen kann.

Nächstes Jahr in der Reithalle
So hat der Wechsel in die Reithalle, wo der fünfte Kunstsupermarkt vom 18. November 2004 bis 8. Januar 2005 stattfinden soll, nichts mit Wachstumsgelüsten zu tun. Geht es mit der Seminarmeile so voran wie geplant, steht das Palais Besenval nicht mehr zur Verfügung. Abgesehen davon, dass für Peter Meier die Räume an der Aare einmalig sind, weiss er auch, dass die Reithalle wesentlich teurer zu stehen kommt. «Miete und Einrichtung kosten dreimal mehr», rechnet er vor. Trotz dieser Mehrausgaben und «handfesten Angeboten» aus anderen Städten will Meier in Solothurn bleiben. Und hier scheint die Erfolgsgeschichte tatsächlich eine gebührende Fortsetzung zu finden: «Für nächstes Mal haben wir bereits jetzt über 200 Bewerbungen von Künstlern», so Meier. Und wer in rund elf Monaten dabei sein will, kann sich noch bis 9. März bei «Rothus»-Verlag melden.
Neue interessierte Kunstschaffende wird man knapp 40 berücksichtigen können. «Die Hälfte der Künstler nehmen wir jeweils fürs darauf folgende Jahr, die andere Hälfte kommt neu dazu», erläutert Meier hierzu. Nach vier Jahren kann er mit diesem Konzept sogar eigentliche Sammler begrüssen. «Menschen, die jedes Jahr kommen und jeweils ein Bild des gleichen Künstlers kaufen.»